Länderübergreifendes VSH-Treffen in Donaueschingen

November 14, 2017

Am Rande der 47. Erwerbsimkertage in Donaueschingen vom 27. bis 29. Oktober kam zu einem Treffen von Buckfastzüchtern, die sich intensiv mit der Züchtung varroatoleranter Bienen basierend auf dem Selektionsmerkmal  VSH (Varroa Sensitive Hygiene) beschäftigen. Anwesend waren Züchter aus Belgien, Luxemburg, Holland, Deutschland (Bayern, Baden-Württemberg) und Österreich. Wissenschaftlich begleitet wurde das Treffen von der Stiftung „Arista Bee Research“. Dabei waren auch die Buckfastzüchter Paul Jungels und Renaud Lavend´homme anwesend, die 2012 mit dem VSH-Projekt als Erstes in Europa begonnen haben.

Die wesentlichen Tagungspunkte waren:

  • Präsentation der Ergebnisse der verschiedenen VSH-Zuchtgruppen

  • Wissens- und Erfahrungsaustausch

  • weitere Kooperation auf europäischer Ebene

  • Zuchtplanung für die nächsten Jahre (Belegstellen und instrumentelle Besamung)

 

Auf der Grafik in Bild 2 sieht man, dass bei steigendem VSH-Wert die Parasitierung mit der Varroamilbe in der Brut abnimmt. Ab einen VSH-Wert von 75 % überleben die Völker ohne Varroabehandlung.

Wir haben als Imker Verantwortung für ein Lebewesen übernommen. Seit 30 Jahren hat sich in der Bekämpfung der Varroamilbe kaum etwas verändert. Bienen werden noch immer mit Säuren und anderen Varroaziden verätzt und gequält und trotzdem gibt es gebietsweise Verluste von 70 %.  In Luxemburg betreut der Buckfastzüchter Paul Jungels ein gemeinsames VSH-Projekt mit Carnica- und Buckfastzüchtern. Leider ist dies in Österreich undenkbar …. finanzielle Interessen,  persönliche Eitelkeiten und künstlich hochgehaltene Rassenstreitereien stehen hier im Vordergrund.  In der neuen Ausgabe von „Imkern heute“ - http://www.meinesteirische.at/ausgaben-als-pdf/imkern-heute/index.html -  befindet sich ein Artikel „Dreistufiges Zuchtkonzept zur Zucht einer varroaresistenten Biene in Österreich“. Darin wird der Weg zu einer flächendeckenden  varroaresistenten Bienen aufgezeigt. Dies ist allerdings nur erreichbar, wenn alle Zuchtrichtungen (Buckfast, Carnica und Dunkle Biene) und alle Imker in Österreich an einem Strang ziehen.

Die österreichischen Imkerorganisationen – Biene Österreich,  Imkerbund, Erwerbsimkerbund, ACA und Buckfastzuchtverband – müssen sich endlich ihrer Verantwortung bewusst werden und Taten setzen.

Wir benötigen ein gemeinsames Projekt  „Zucht einer varroaresistenen Biene basierend auf dem Selektionsmerkmal VSH (Varroa Sensitive Hygiene)“ in Österreich.

Dazu ist unbedingt notwendig, dass

  • die (besten) Züchter aller Zuchtrassen (Carnica, Buckfast und Dunkle Biene)sich beteiligen, um stabile VSH-Linien zu züchten,

  • die Königinnenvermehrer, um die belegstellenbegatteten und instrumentell besamten Königinnen flächendeckend zu verteilen und

  • alle Imker mit ihren Bienenvölkern, damit die VSH-Gene in die vorhandene österreichische Bienenpopulation eingefügt werden können.

 

Das Konzept zur Zucht einer varroaresistenten Biene erfordert also die Zusammenarbeit aller Imker – unabhängig von Rassenquerelen und persönlichen Diskrepanzen. Nur ein konstruktives Miteinander kann zum Erfolg führen ….

                                                          zum Wohl unserer Bienen.

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt …..

 

 

 

 

Please reload

Empfohlene Einträge

Zuchtwertschätzung der GdeB.

November 14, 2017

1/2
Please reload

Aktuelle Einträge

September 30, 2018

Please reload

Archiv
Please reload

Schlagwörter

I'm busy working on my blog posts. Watch this space!

Please reload

Folgen Sie uns!
  • Facebook Basic Square
  • Twitter Basic Square
  • Google+ Basic Square